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Undine’s Realm

Undine’s Realm

All kinds of water fascinate me. In literature water and watergoasts are a popular motif.
Nymphs, melusines and undines are as ambigious and intriguing as the element they live in.
So at a little green pond hidden in the woods I looked with my camera for the spirits under the surface.

Dieses Gedicht von Gottfried Keller „Winternacht“ beschreibt zwar eine winterliche Undinen Szene, es hat mich aber über die Äste des „Seebaum“, das “ grüne Eis“ und die „schwarze Tiefe“ zu diesen kontrastierenden Wasser- und Wasserwesen Bildern an einem grünen Waldteich im Hochsommer inspiriert:

Nicht ein Flügelschlag ging durch die Welt,
Still und blendend lag der weiße Schnee,
Nicht ein Wölklein hing am Sternenzelt,
Keine Welle schlug im starren See.

Aus der Tiefe stieg der Seebaum auf,
Bis sein Wipfel in dem Eis gefror;
An den Ästen klomm die Nix herauf,
Schaute durch das grüne Eis empor.

Auf dem dünnen Glase stand ich da,
Das die schwarze Tiefe von mir schied;
Dicht ich unter meinen Füßen sah
Ihre weiße Schönheit Glied für Glied.

Mit ersticktem Jammer tastet‘ sie
An der harten Decke her und hin.
Ich vergess‘das dunkle Antlitz nie,
Immer, immer liegt es mir im Sinn.
– Gottfried Keller, 1847

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