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Nature Writing

Magnolienduft -

Die Mondsichel im Wasser

Spiegelt den Abend.

(© 2016)

Ich ziehe die Zeit,

Zeit aus Samen

Mit grünen Fingern

Ziehe ich

Grün, rot und gelb.

Und sammle

Samen aus dürren Halmen

Für braune feuchte Erde.

(© 2015)

 

Spell of blue, turquoise and indigo

waterland everywhere -

silver mirrors of my memories,

Tunes flying through the

golden harp along the lakes

easing my mind.

My thoughts rest with the

sea swallow in the sky,

Lightly, fearlessly, always

finding a way through the waters flowing to the sea:

blue, turquoise and indigo.

(© 2016)

Seacycles

Three stones from the beach

In the colours of the waves:

Water-colour blue, dark-indigo

And white

Like the breaking of waves.

One smoothly shaped

And round.

One with rough edges

And lines.

One showing the sand's traces

And glitter of light -

So which one would

You like to be?

(© 2011)

Nach Bachmann I

Im Frühjahr ist meine Geliebte

Eine Insel, einsam, weit und leer.

Spröde und wortkarg,

Dafür gedankenvoll und ideenreich

Fliegt sie mit dem Möwenschrei über silberne Spiegel,

Sucht Spuren, Fundstücke, gestrandete Hüllen,

Zu eng geworden für meine Träume voll Licht und Salz.

Mit dem Wind rüttelt sie

An morschen Zäunen und Türen geduckter Häuser.

Fordert Einlass

Von Anderem, Unbekanntem,

Stört meine Gewohnheit,

Bläst ungeduldig durch

Gelbes Schilf, das bald frischem Grün weichen muss.

Früh im Jahr spült

Meine Geliebte kraftvoll rauschend

Den Spätwinter fort,

Malt glitzernde Sterne und Regenbögen auf goldenen Saum

Ihrer grün-grauen Netze,

In denen ich mich verfange, strande und bleibe

Allein zurück wartend auf die nächste Flut am Horizont.

Endlose Weite hab‘ ich gesehen,

Endlose Zeit kann ich nicht vergessen.

(© 2016)

Nach dem Regen sieh -

Kirschblüten in der Pfütze,

Spiegelt himmelsblau.

(© 2016)